Moccu Allgemeine Einkaufsbedingungen
für Selbständige, Freiberufler, Agenturen

1. Anwendungsbereich

1.1 Diese allgemeinen Einkaufsbedingungen der Moccu GmbH & Co. KG (nachfolgend: Moccu) finden nur gegenüber natürlichen oder juristischen Personen Anwendung, die Unternehmer im Sinne des § 14 BGB und somit nicht Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind (nachfolgend: Projektpartner).

1.2 Der Projektpartner akzeptiert die ausschließliche Geltung dieser Einkaufsbedingungen für sämtliche gegenwärtigen und künftigen Geschäfte mit Moccu, auch wenn sie nicht nochmals ausdrücklich vereinbart werden. Der Projektpartner verzichtet auf die Verwendung eigener Einkaufsbedingungen oder sonstiger allgemeiner Geschäftsbedingungen (nachfolgend zusammenfassend: AGB) gegenüber Moccu. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Projektpartners werden von Moccu nicht anerkannt und daher nicht Vertragsbestandteil, sofern und soweit Moccu deren Geltung nicht ausdrücklich schriftlich zustimmt. Die Einkaufsbedingungen von Moccu gelten auch dann, wenn Moccu in Kenntnis entgegenstehender oder abweichender AGB des Projektpartners die Lieferung des Projektpartners ohne gesonderten ausdrücklichen Vorbehalt annimmt.

1.3 Die Einkaufsbedingungen liegen am Firmensitz von Moccu zur Einsicht bereit und sind darüber hinaus online auf der Website von Moccu abrufbar (www.moccu.com/aeb). Auf gesonderten Wunsch des Projektpartners sendet Moccu dem Projektpartner die Einkaufsbedingungen in Textform (Brief, Fax, E-Mail) zu.

2. Vertragsabschluss und Leistungsumfang

Das Auftragsverhältnis zwischen Moccu und dem Projektpartner kommt nur dann rechtswirksam und damit verbindlich zustande, wenn Moccu dem Vertragspartner eine Auftragsbestätigung mit Auftragsnummer zusendet. Art und Umfang der vom Projektpartner zu erbringenden Leistungen ergeben sich aus den jeweiligen Auftragsunterlagen von Moccu und sonstigen Unterlagen (z.B. Konzept, Schriftverkehr, Preisspezifikationen, Pflichtenheft, Kundeninformationen, besondere Geschäfts- und Lizenzbedingungen) von Moccu, nachfolgend zusammenfassend auch Auftragsunterlagen genannt. Im Übrigen vereinbaren die Parteien hinsichtlich ihrer Zusammenarbeit was folgt.

3. Grundsätze der Zusammenarbeit

3.1 Der Projektpartner ist aufgrund seiner besonderen fachlichen und sonstigen Qualifikationen verpflichtet, seine Leistungen persönlich zu erbringen. Die Vergabe von Unteraufträgen an externe Dienstleister, andere Agenturen, Projektpartner, Subunternehmer o.ä. ist daher nur nach einer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung von Moccu im Voraus zulässig.

3.2 Moccu obliegt es, dem Projektpartner die zur Planung und Erbringung seiner Leistungen erforderlichen Informationen zum Projekt rechtzeitig im Voraus zur Verfügung zu stellen. Moccu obliegt es überdies, den Projektpartner stets über sämtliche relevanten Änderungen, neuen Erkenntnisse und Entwicklungen das Projekt betreffend sowohl in Textform (Brief, Fax, E-Mail) als auch nach Möglichkeit mündlich/telefonisch vorab in Kenntnis zu setzen, soweit sie für die ordnungsgemäße Erbringung der Leistungen des Projektpartners von Relevanz sind.

3.3 Die Parteien verpflichten sich zur unverzüglichen gegenseitigen Unterrichtung, sofern sich bei der Vertragsdurchführung Abwicklungsschwierigkeiten, Zeitverzögerungen oder sonstige Leistungshindernisse ergeben sollten.

4. Termine / Verzug

4.1 Sämtliche Termine und Fristen sind bindend. Liefertermine, die mit "fix" oder "spätestens" bezeichnet werden, sind Fixtermine.

4.2 Maßgebend für die Einhaltung des Ausführungstermins oder der Ausführungsfrist ist der Erhalt oder die Abnahme der vertragsgemäßen Leistung bzw. Lieferung bei Moccu oder bei dem von Moccu bestimmten Empfänger.

4.3 Der Projektpartner hat Moccu eine erkennbare Verzögerung seiner Leistung bzw. Lieferung unverzüglich unter Angabe der Gründe und der voraussichtlichen Dauer der Verzögerung schriftlich anzuzeigen. Der Projektpartner hat in Absprache mit Moccu sämtliche erforderlichen und geeigneten Maßnahmen zur Abwehr des Verzuges und dessen Folgen zu treffen.

4.4 Gerät der Projektpartner in Verzug, stehen Moccu die uneingeschränkten gesetzlichen Ansprüche zu. Vorbehaltlich der besonderen Voraussetzungen und Rechtsfolgen beim Fixgeschäft ist Moccu nach fruchtlosem Ablauf einer angemessenen Nachfrist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und Schadensersatz statt der Leistung zu verlangen. Teilleistungen kann Moccu einbehalten und im Übrigen die gesetzlichen Ansprüche geltend machen. Verlangt Moccu Schadensersatz, steht dem Projektpartner das Recht zu, nachzuweisen, dass er die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.

4.5 Treten Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt ein (Krieg, Terroranschläge oder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Feuersbrunst, Überschwemmung oder Blitzschlag), ist der Projektpartner berechtigt, die Lieferung um die Dauer der Behinderung zzgl. einer angemessenen Anlaufzeit aufzuschieben. Dies gilt nicht bei einem Fixgeschäft. Dauert die Lieferung länger als die Behinderung und die vorgenannte angemessene Anlaufzeit länger, kann Moccu nach Setzen einer erneuten angemessenen Frist wegen des noch nicht erfüllten Teils ganz oder teilweise vom Vertrag zurücktreten und Schadenersatz verlangen. § 323 Abs. 5 Satz 2 BGB sowie § 323 Abs. 6 BGB finden Anwendung.

5. Abnahme

Die vom Projektpartner gelieferten Arbeitsergebnisse bedürfen der Abnahme durch Moccu. Sind die Ergebnisse des Projektpartners auch nach dreimaliger Nachbesserung oder Neulieferung des Projektpartners nicht abnahmefähig und lehnt Moccu die Abnahme daraufhin endgültig ab, endet dieser Vertrag mit der Erklärung der Abnahmeverweigerung. Die Erklärung hat in Textform zu erfolgen (Brief, Fax, E-Mail). Moccu ist hiernach berechtigt, die Fortführung der Projektarbeit unter Verwendung und Bearbeitung der bisherigen Arbeitsergebnisse des Projektpartners selbst vorzunehmen oder durch einen oder mehrere andere Projektpartner vornehmen zu lassen. In diesem Fall schuldet Moccu lediglich eine Teilvergütung des Projektpartners auf Basis der ordnungsgemäß erbrachten und von Moccu weiter verwerteten Teilleistungen.

6. Gewährleistung / Mängelhaftung

6.1 Der Projektpartner gewährleistet, dass seine Leistung bzw. Lieferung frei von Sach- und Rechtsmängeln ist, etwaigen behördlichen und gesetzlichen Vorschriften, Sicherheits- und Schutzvorschriften (z.B. DIN-Vorschriften) sowie dem aktuellen Stand der Technik entspricht und insbesondere die im Vertrag als solche vereinbarten wesentlichen Eigenschaften aufweist und für den vorgesehenen Einsatzzweck geeignet ist.

6.2 Ist die Leistung oder Lieferung mangelhaft, so richten sich die Ansprüche von Moccu nach den gesetzlichen Vorschriften, soweit sich aus den nachstehenden Bestimmungen nichts anderes ergibt.

6.3 Der Projektpartner haftet Moccu für sämtliche aufgrund von Mängeln der Leistung bzw. Lieferung mittelbar oder unmittelbar entstehenden Schäden und Aufwendungen.

7. Eigentum und Nutzungsrechte

7.1 Dem Projektpartner von Moccu etwa überlassene Arbeits- und Geschäftsunterlagen sowie sonstige Gegenstände (nachfolgend „Materialien“) und sämtliche hieran etwa bestehenden Rechte verbleiben stets im alleinigen Eigentum von Moccu. Mit Abschluss seiner Leistung bzw. Beendigung dieses Vertrages hat der Projektpartner sämtliche Materialien von Moccu unaufgefordert und unverzüglich, spätestens innerhalb von drei (3) Werktagen an Moccu zurückzugeben. Vom Projektpartner für eigene Zwecke angefertigte Kopien oder Ausdrucke digitaler Dateien sind unwiederbringlich zu löschen bzw. zu vernichten.

7.2 Sämtliche Arbeitsergebnisse einschließlich ihrer jeweiligen Vorstufen, die der Projektpartner im Zusammenhang mit seiner Leistung für Moccu erbringt, gehen unmittelbar mit Lieferung an Moccu in deren alleiniges Eigentum über.

7.3 Soweit bei der Erbringung der Tätigkeit durch den Projektpartner Arbeitsergebnisse entstehen, die Gegenstand von Eigentumsrechten, Urheberrechten, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen wirtschaftlichen Verwertungsrechten sind, räumt der Projektpartner Moccu im Zeitpunkt der Entstehung dieser Rechte, die unwiderruflichen, ausschließlichen, übertragbaren und sublizenzierbaren Nutzungsrechte zur umfassenden Auswertung dieser Arbeitsergebnisse für alle Unternehmenszwecke von Moccu ohne zeitliche, räumliche und inhaltliche Beschränkung für bekannte Nutzungsarten ein. Moccu nimmt diese Übertragung bereits jetzt an.

7.4 Sofern bei der Erbringung der Vertragsleistungen Computerprogramme gem. § 69a UrhG entstehen, so räumt der Projektpartner hieran vollumfänglich im Zeitpunkt ihrer Entstehung das ausschließliche und weiterübertragbare Recht zur umfassenden Auswertung für alle Unternehmenszwecke von Moccu ohne zeitliche, räumliche oder inhaltliche Beschränkung ein. Von diesem Auswertungsrecht sind insbesondere erfasst: das Recht (i) zur Vervielfältigung; (ii) zur öffentlichen Zugänglichmachung; (iii) zur Verbreitung und (iv) zur Bearbeitung des Computerprogramms. Sofern bei der Erbringung der Vertragsleistungen Quellcodes und/oder Bearbeitungen von Quellcodes erstellt werden, ist der Projektpartner verpflichtet, Moccu diese Quellcodes (z.B. HTML, FLA bei Flash oder Java bzw. JavaScript) auf Anforderung unverzüglich in elektronischer Form inklusive Dokumentation zu übergeben.

7.5 Vorgenannte Rechteübertragungen an allen bekannten Nutzungsarten sind mit der Vergütung des Projektpartners vollumfänglich abgegolten.

7.6 Der Projektpartner garantiert Moccu, dass er seine Leistungen vorbehaltlich der ihm von Moccu zur Verfügung gestellten Ideen, Ausgangsmaterialien und Vorlagen originär, d.h. allein und ohne Rückgriff auf bereits bestehende geschützte Werke erbracht hat bzw. erbringen wird und durch seine Leistungen keine Rechte Dritter verletzt werden.

7.7 Der Projektpartner garantiert, dass Moccu sämtliche Rechte unbeschränkt in dem genannten Umfang eingeräumt bzw. übertragen werden und diese weder ganz noch teilweise einem Dritten übertragen, eingeräumt oder mit Rechten eines Dritten belastet sind, und kein Dritter mit ihrer Wahrnehmung beauftragt ist.

8. Vergütung / Preise

8.1 Die Höhe der Vergütung des Projektpartners unterliegt der jeweiligen (Individual-) Vereinbarung im Einzelfall. Soweit nicht ausdrücklich Abrechnung auf Grundlage ausgehandelter Stunden- oder Tagessätze vereinbart ist, ist die vereinbarte Vergütung eine Pauschalvergütung, d.h. ein Festpreis.

8.2 Haben die Parteien keine oder keine eindeutige Vereinbarung über die Vergütung einer Leistung des Projektpartners getroffen, gilt ergänzend Folgendes: Die Berechnung der Vergütung des Projektpartners erfolgt grundsätzlich nach Zeitaufwand.

8.3 Die Vergütung wird nach ordnungsgemäßer Leistungserbringung und vollständiger Lieferung innerhalb von 30 Tagen nach ordnungsgemäßer Rechnungstellung des Projektpartners zur Zahlung fällig.

8.4 Sämtliche Zahlungen erfolgen vorbehaltlich bestehender Gewährleistungsansprüche. Soweit bei Fälligkeit bereits Mängel angezeigt worden sind, ist Moccu zur Zurückbehaltung von Zahlungen berechtigt.

8.5 Vom Vertrag abweichende Leistungen oder Lieferungen (geänderte oder zusätzliche Leistungen und Lieferungen) des Projektpartners begründen für ihn keinen Anspruch auf zusätzliche Vergütung, es sei denn, Moccu hat den Abweichungen und den diesbezüglich gesondert festzulegenden Preisen vor Leistungsausführung bzw. Lieferung ausdrücklich zugestimmt.

8.6 Der Projektpartner ist nicht berechtigt, Geldforderungen gegen Moccu an Dritte abzutreten.

9. Erstattung von Auslagen

Sofern der Projektpartner im Interesse und auf konkrete ausdrückliche Veranlassung von Moccu mit dem Grunde nach erforderlichen und der Höhe nach angemessenen Auslagen nach vorheriger Absprache und Freigabe durch Moccu in Vorleistung tritt, erstattet Moccu dem Projektpartner diese Auslagen gegen Vorlage einer gesonderten ordnungsgemäßen Abrechnung, der die jeweiligen Originalbelege beizufügen sind.

10. Abtretung, Aufrechnung, Zurückbehaltungsrechte

10.1 Der Projektpartner ist nicht berechtigt, seine Rechte aus diesem Vertrag an Dritte abzutreten. § 405 BGB bleibt unberührt.

10.2 Zur Aufrechnung gegen Ansprüche von Moccu ist der Projektpartner nur berechtigt, sofern und soweit seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt sind, von Moccu anerkannt wurden oder unstreitig sind.

10.3 Die Geltendmachung von Zurückbehaltungsrechten ist für den Projektpartner ausgeschlossen, soweit das Zurückbehaltungsrecht nicht auf demselben Rechtsverhältnis beruht.

10.4 Die gesetzlichen Aufrechnungsrechte stehen Moccu im vollen Umfang zu. Moccu ist berechtigt, sämtliche Ansprüche aus dem Vertrag mit dem Projektpartner ohne Einwilligung des Projektpartners abzutreten.

11. Geheimhaltung / Verschwiegenheit

11.1 Die Parteien vereinbaren, über sämtliche betrieblichen Angelegenheiten und Geschäftsunterlagen der anderen Partei, insbesondere über als solche gekennzeichnete oder erkennbare Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, gegenüber Außenstehenden und unbeteiligten Projektpartnern und sonstigen Dritten Geheimhaltung und absolute Verschwiegenheit zu wahren. Klarstellend beinhaltet dies auch, dass der Projektpartner Projektunterlagen von Moccu weder außerhalb des Vertrages verwenden noch an Dritte weitergeben oder Dritten zugänglich machen darf. Die Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitsverpflichtung erstreckt sich auf sämtliche betrieblichen Angelegenheiten und Geschäftsunterlagen von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen und Kooperationspartnern der Parteien. Die Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitsverpflichtung erstreckt sich ferner auf die betrieblichen Angelegenheiten und Geschäftsunterlagen der bestehenden und potentiellen Kunden der Parteien. Unter potentiellen Kunden verstehen die Parteien insbesondere solche Unternehmen, hinsichtlich derer Moccu Geschäfte anbahnt, Kontakte knüpft, konkrete Verhandlungen führt oder Pitches/Präsentationen plant, jeweils mit dem Ziel, diese Unternehmen als zukünftige Kunden von Moccu zu gewinnen. Die in dieser Ziffer geregelte Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitsverpflichtung besteht auch nach Beendigung des zwischen dem Projektpartner und Moccu geschlossenen Vertrages fort.

11.2 Von der Verpflichtung zur Geheimhaltung und Verschwiegenheit ausgenommen sind solche vertraulichen Informationen,

a) die dem Empfänger bei Abschluss dieser Vereinbarung nachweislich bereits bekannt waren oder danach von dritter Seite bekannt werden, ohne dass dadurch eine Vertraulichkeitsvereinbarung, gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen verletzt werden;

b) die bei Abschluss dieser Vereinbarung öffentlich bekannt sind oder danach öffentlich bekannt gemacht werden, sofern und soweit dies nicht auf einer Verletzung dieser Vereinbarung beruht;

c) die aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen oder auf Anordnung eines Gerichtes oder einer Behörde offengelegt werden müssen. Sofern und soweit zulässig und möglich, wird der zur Offenlegung verpflichtete Empfänger die andere Partei vorab unterrichten und ihr Gelegenheit geben, gegen die Offenlegung vorzugehen.

11.3 Für den Fall, dass der Projektpartner schuldhaft gegen die vorstehende Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitsverpflichtung verstößt, ist Moccu zur außerordentlichen fristlosen Kündigung der Zusammenarbeit aus wichtigem Grund berechtigt. Darüber hinaus ist der Projektpartner verpflichtet, die Vertragsstrafe gemäß Ziff. 13 an Moccu zu zahlen. Das Recht von Moccu zur Geltendmachung von weitergehenden Ansprüchen gegen den Projektpartner bleibt hiervon unberührt. Die Vertragsstrafe ist auf einen etwaigen Schadensersatzanspruch anzurechnen.

11.4 Der Projektpartner wird klarstellend ferner ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen nach dem Gesetz über den unlauteren Wettbewerb (§ 17 UWG) strafbar ist und Moccu sich für jeden Einzelfall der Zuwiderhandlung vorbehält, Strafanzeige zu stellen. Die Geltendmachung sonstiger Ansprüche gegen den Projektpartner bleibt davon unberührt.

11.5 Die Aufnahme eines Projekts, des Firmennamens Moccu oder des Namens eines Kunden von Moccu in eine Referenzliste des Projektpartners oder die Verwendung derselben zu Werbezwecken des Projektpartners ist nur gestattet, sofern und soweit Moccu hierzu in jedem Einzelfall ausdrücklich und schriftlich im Voraus seine jeweilige Einwilligung erteilt.

11.6 Den Parteien ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Personenbezogene Daten sind beispielsweise alle Angaben, die einer Person zugeordnet werden können. Dazu zählen Anschrift, Telefonnummer, Geburtsdatum, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Konfession, Beruf, Foto, Arbeitgeber, Gehalt, Einkommen, Vermögen, Besitz, Urlaubsplanung, Arbeitsverhalten, Arbeitsergebnisse, Zeugnisnoten, Beurteilungen, Krankheiten, Vorstrafen, Steuern, Versicherungen, Vertragskonditionen. Personenbezogene Daten dürfen zu keinem anderen Zweck als dem der jeweiligen vereinbarten Aufgabenerfüllung verarbeitet, bekanntgegeben, zugänglich gemacht oder in sonstiger Weise genutzt werden. Eine Verletzung dieses Verbotes ist strafbar. Vorgenannte Verpflichtung zum Datengeheimnis besteht auch nach Ende des Vertragsverhältnisses fort.

12. Verbot der Abwerbung von Kunden und Projektpartnern

12.1 Für die Dauer ihrer Zusammenarbeit verpflichtet sich der Projektpartner, es strikt zu unterlassen, die Kunden oder Vertragspartner von Moccu abzuwerben, Kunden, Arbeitnehmer oder freie Mitarbeiter von Moccu zu veranlassen, ihre vertraglichen Beziehungen mit von Moccu zu kündigen oder zu verletzen oder vorstehend benannte Personen unmittelbar oder mittelbar, werk- oder dienstvertraglich zu beschäftigen.

12.2 Für den Fall, dass der Projektpartner schuldhaft gegen das vorstehende Abwerbungsverbot verstößt, ist Moccu zur außerordentlichen fristlosen Kündigung der Zusammenarbeit aus wichtigem Grund berechtigt. Darüber hinaus ist der Projektpartner verpflichtet, die Vertragsstrafe gemäß Ziff. 13 an Moccu zu zahlen. Das Recht von Moccu zur Geltendmachung von weitergehenden Ansprüchen gegen den Projektpartner bleibt hiervon unberührt.

12.3 Das vorstehend geregelte Abwerbungsverbot besteht auch nachvertraglich für die Dauer von einem (1) Jahr, gerechnet ab Beendigung der Zusammenarbeit, fort.

13. Vertragsstrafe

Für jeden Fall der schuldhaften Zuwiderhandlung des Projektpartners gegen

  • die Geheimhaltung / Verschwiegenheitspflicht (Ziff. 11)

  • das Abwerbungsverbot (Ziff. 12)

hat der Projektpartner eine von Moccu nach billigem Ermessen festzusetzende und im Streitfall vom zuständigen Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe zu zahlen. Bei der Festsetzung der Vertragsstrafe wird Moccu insbesondere berücksichtigen, ob eine schuldhafte Zuwiderhandlung des Projektpartners zu einem Verletzungserfolg oder nur zu einem Verletzungsversuch geführt hat. Einzelne schuldhafte Zuwiderhandlungen sind, soweit sie sich nach dem objektiven Erklärungsinhalt als rechtliche Einheit darstellen, jeweils als eine einzige Zuwiderhandlung zu behandeln.

13.2 Das Recht von Moccu zur Geltendmachung von weitergehenden Ansprüchen gegen den Projektpartner (z. B. Unterlassung und Schadenersatz) und das Kündigungsrecht von Moccu bleiben hiervon unberührt. Die Vertragsstrafe ist auf einen etwaigen Schadensersatzanspruch anzurechnen.

14. Verfall-/ Ausschlussfristen

Ansprüche aus dem vorliegenden Vertragsverhältnis verjähren ein Jahr nach dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Davon unberührt bleiben kauf- und/oder werkvertragliche Mängelansprüche, Ansprüche für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, Ansprüche für Schäden, die auf einer zumindest grob fahrlässigen Pflichtverletzung oder der einfach-fahrlässigen Verletzung vertragswesentlicher Pflichten beruhen.

15. Schlussbestimmungen

15.1 Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages sowie vertragswesentliche Mitteilungen der Parteien bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (Brief, Fax, E-Mail), es sei denn, sie beruhen auf einer ausdrücklichen oder individuellen Vertragsabrede. Dies gilt auch für die Abbedingung und/oder Änderung dieser Textformklausel. Individuelle mündliche Nebenabreden wurden keine getroffen. Die Erklärung von Rücktritt und Kündigung haben ungeachtet des Textformerfordernisses schriftlich, also mit eigenhändiger Unterschrift unter der jeweiligen Erklärung, zu erfolgen.

15.2 Unwirksame oder nichtige Bestimmungen dieses Vertrages führen nicht zur Unwirksamkeit oder Nichtigkeit des Vertrages im Übrigen. Die Parteien verpflichten sich, in diesem Fall die unwirksame oder nichtige Bestimmung umzudeuten bzw. durch eine solche zu ersetzen, die der ursprünglichen Bestimmung unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Zwecks dieser Vereinbarung im Rahmen des rechtlich Zulässigen möglichst nahe kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Lücken im Vertrag.

15.3 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.

15.4 Leistungs- und Erfüllungsort ist Berlin. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Parteien ist Berlin.

Stand: November 2017

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