Wenn an einem Montagmittag fünf Personen in einem asiatischen Restaurant in der Kastanienallee zusammen an einem Tisch sitzen, sich unterhalten und in der Mitte ein Aufnahmegerät liegt, dann war das die Idee des Moccu Geschäftsführers Björn Zaske, ein Interview zu führen, in dem sich ein paar der neuen Mitarbeiter von Moccu vorstellen:

 

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Der Weg zu Moccu

Björn Zaske, der vor 15 Jahren zusammen mit vier anderen damals mit Anfang 20 die Agentur „Moccu“ gegründet hat, interessiert, wie die vier „Neulinge“ zu Moccu gekommen sind.

Dimitri erzählt, dass es sein Plan war, nach dem Studium auf jeden Fall direkt eine Festanstellung anzustreben. „Obwohl ich nicht der klassische Informatiker bin, sondern im Studium eigentlich recht wenig programmiert habe, hatte ich schon immer eine große Vorliebe für das Thema ,Programmierung’ und habe das auch ab und zu freiberuflich gemacht.“ Da er öfter gefragt wurde, ob er neben dem Designen von Internetseiten selbige auch programmieren könne, habe er sich in die Thematik mehr und mehr eingearbeitet. Die Erfahrungen als Freelancer führten zu dem klaren Wunsch nach einer festen Anstellung. „Ich wollte zuerst nicht als Frontend-Entwickler, sondern eher als Kreativ-Entwickler angestellt sein – so quasi als Mittelding zwischen Informatiker und Designer.“ Auf der Suche nach eben so einer Position stieß Dimitri dann im Internet recht schnell auf Moccu, wo ihm eine Stellenausschreibung für ein Praktikum sehr gut gefiel. Er habe sich natürlich durch viele Agenturseiten durchgeklickt. Moccus Internetauftritt stach heraus: sehr sympathisch, auch weil das ganze Team so schön vorgestellt wird, Tipps für die Mittagspause und Statistiken mit einem Augenzwinkern. Dimitri ist es am allerwichtigsten, in einem freundlichen sozialen Umfeld zu arbeiten – etwas, was in dieser Branche nicht selbstverständlich ist. „Am Anfang dachten alle von mir, ich sei so ein ganz Stiller. Ich brauche immer eine Weile, um warm zu werden. Je länger ich dann da bin, desto besser gefällt es mir.“

Dimitri Steinel,  Junior Frontend Developer Moccu

Dimitri Steinel, Junior Frontend Developer

 

Die Chemie stimmte sofort

„Bei mir gibt es einen Match-Maker in der Mitte – das Designerdock“, erzählt Luise.
„Das Designerdock interviewt beide Parteien sehr gründlich und sucht dann wirklich nur Leute aus, die sehr gut passen. Ihr Vorschlag war dann Moccu und als ich die freundlich und aufgeräumt designte Webseite gesehen habe, dachte ich sofort, dass das zu meinem persönlichen Stil sehr gut passt.“ Auch die Art und Weise, wie sich das Team darstellt, fand Luise sehr ansprechend. „Ich hab mich dann einladen lassen“, lacht Luise. „Irgendwie stimmte die Chemie gleich von Anfang an.“

Luise Bergmann, Junior Konzepterin Moccu

Luise Bergmann, Junior Konzepterin

 

Richtig gute digitale Arbeit

Account Managerin Kirsten hatte schon von einer Bekannten, die ebenfalls bei Moccu arbeitet, von der Agentur gehört. „Die hat mir schon vor Jahren vorgeschwärmt, wie schön es bei Moccu ist und dass da alle so nett und familienfreundlich sind – ich solle mir das doch mal für später merken.“ Das hat Kirsten gemacht und da sie in einer großen Agentur nicht mehr wirklich glücklich war, passte der Wechsel zu Moccu gut. Sie wünschte sich ein kleineres Team, das nicht integriert, sondern nur digital arbeitet. Auf Kirstens Liste stand „Digitalagentur, klein, maximal 50 Mitarbeiter, es sollen sich alle kennen, das Miteinander soll mehr im Fokus stehen“. „Ich wollte richtig gute digitale Arbeit machen“, sagt Kirsten und dass Moccu so eine hochwertige Arbeit trotz überschaubarer Mitarbeiterzahl macht, fand sie von Anfang an toll. Kirstens Initiativbewerbung war erfolgreich und schnell war klar: „Ok, wir machen das!“.

Kirsten Trenkel, Account Director (links) und Kollegin Isabell Mollenhauer Project Manager Moccu

Kirsten Trenkel, Account Director (links) und Kollegin Isabell Mollenhauer, Project Manager

 

Ein Kätzchen für alles

Marieke hat einen Magister in Nordamerikastudien, Politikwissenschaften und Publizistik. Nach ihrem Studium hat sie dann Grafikdesign im Abendstudium absolviert und mit mittlerweile zwei Kindern von zu Hause aus verschiedene Grafik-Aufträge bearbeitet – von Visitenkarten, Broschüren, Hochzeitskarten über Flyer und Logoentwicklung alles dabei. Sie kennt einen der drei Moccu-Chefs schon lange und als dann der Vorschlag kam, mit an Bord zu kommen, war das das Beste was in dem Jahr passieren konnte. „Das haben wir dann einfach mal probiert und es hat wirklich gut geklappt“, freut sich Marieke. Moccu brauchte jemanden, der in den verschiedensten Bereichen mal einiges wegarbeitet und die Projektmanager somit entlastet werden. Jetzt macht sie Content Pflege, Verlinkungen, Grafikdesign, Texten und Übersetzungen. „Dieses Kätzchen für alles – das bin jetzt ich!“

Marieke Schütte, Content-Managerin, Grafik und Text Moccu

Marieke Schütte, Content-Managerin, Grafik und Text

Was allen vieren bei Moccu auffällt, ist die gute Zusammenarbeit im Team. „Ich habe hier noch nie gehört: ‚Sorry, aber das ist nicht mein Job!’ – sondern man findet immer gemeinsam eine Lösung“, sagt Kirsten. Auch Marieke stellte sofort fest, dass jeder mit jedem redet und jeder auch immer ein bisschen über den Tellerrand schaut und Verständnis dafür hat, was der andere macht. Dimitri findet besonders das kleine Entwickler-Team toll: „Man bekommt immer direktes Feedback.“

Passion, Großfamilie und moderne Kreativität im Team

Björn ist gut vorbereitet und verteilt an jeden in der Runde einen Zettel mit dem Satzanfang „Moccu ist für mich…“ und Kirsten, Dimitri, Luise und Marieke sollen den Satz mit ein paar Punkten vervollständigen. Für Luise ist Moccu eine große Familie mit vielen aufgeweckten Leuten. Es wirke familiär, obwohl es keine Mini-Firma ist – schon eher die Großfamilie – aber nur mit ganz vielen jungen Leuten. „Es ist immer richtig viel los, Langeweile kommt eigentlich nie auf.“ Moccu steht für Marieke für „Kreativität im Team“. Nicht der Einzelne tue sich durch eine Leistung hervor, sondern die Gruppe zählt. Für Marieke ist Moccu am Puls der Zeit und modern – was die Agentur auch durch die Moccu Webseite ausstrahlt. Freundlich, ausgeglichen, modern, angenehm und „beyond Tellerrand“ sind die Attribute, die Dimitri spontan einfallen. Für Kirsten ist Moccu vor allem fair und sympathisch und was die Arbeit angeht: richtig, richtig gut.

Was würde aber der Chef selbst auf den Zettel schreiben? Björn überlegt ein wenig: Moccu sei für ihn ein großes Stück Selbstverwirklichung, sagt er schließlich und lacht ein wenig. „Für mich ist das, was Moccu macht Passion!“ Das Digitale ist dabei entscheidend und ganz wichtig. „Ich bin digitaler Überzeugungstäter!“ sagt Björn, und lacht noch mehr.

Als vor 15 Jahren Moccu gegründet wurde, war es Björns Wunsch, unbedingt in diesem Bereich zu arbeiten, mitzumischen und was aufzubauen. 1999/2000 sei ja noch eine ganz andere, viel wildere Zeit gewesen, das Internet ging gerade erst los, hatte den ersten großen Knall hinter sich und Björn habe dann sein Studium fallen lassen und wollte nun was Eigenes voranbringen – zumal er bereits in dem Bereich arbeitete und gemerkt hatte, dass sich hier auch gutes Geld verdienen ließ. Wichtig seien dabei immer zwei Sachen gewesen: ein tolles Team und Spaß an der Arbeit. „Das hat für uns Gründer immer eine ganz wesentliche Rolle gespielt und wenn das nicht wäre, dann wären ganz viele der Sachen, die in dieser Runde genannt wurden, gar nicht mehr spürbar“, meint Björn. Zusammenfassend kann er sagen, Moccu ist sein Lebenswerk, wie ein viertes Kind, wo man mit Herzblut darauf achtet, dass es sich gut entwickelt. Dabei habe er viel lernen müssen – beispielsweise Personalführung und Verantwortung für die Mitarbeiter zu tragen – und manchmal staune er schon, wie aus dem kleinen Sprössling mittlerweile ein kleiner Baum geworden ist, der immer weiter wächst. „Nicht im Sinne von ,immer mehr Menschen’“ betont Björn an der Stelle. Vielmehr im Sinne von ‚weiter kommen’, sich dabei auch nie zufrieden geben mit dem, was da ist, sondern sich auch immer selber weiter zu entwickeln, neue Dinge aufzunehmen und auch mal wieder abzustoßen. 25 sogenannte „Agenturkinder“ gibt es mittlerweile – das ist bei 46 Mitarbeitern ein ziemlich bemerkenswerter Schnitt. Viele Mitarbeiter müssen es schaffen, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Die Chefs – selbst alle Väter – haben dafür viel Verständnis und unterstützen, wo sie nur können.

Ein Leben neben Moccu

Die vier Moccu-Mitarbeiter haben auch noch ein Leben abseits des Agenturalltags und berichten ein wenig davon: Dimitri hat vor Kurzem mit drei Freunden ein Café in Neukölln aufgemacht, veranstaltet regelmäßig Europarundreisen mit Künstlern und widmet sich dem Internet der Dinge und der Veröffentlichung seiner Bachelorarbeit auf einer eigenen Webseite. Mariekes Jahr 2015 stand sehr unter dem Motto „Du sollst das Ändern leben!“. Nach einer war erstmal alles anders und dann gab es diese neuen Möglichkeiten: das tolle neue Jobangebot, eine feste Tagesstruktur, feste Arbeitszeiten und Kollegen, gebraucht zu werden – all das habe ihr Mut gegeben, die Veränderungen anzunehmen. „An dem Spruch ‚wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo ein Fenster!’ ist auf jeden Fall was dran“, lacht Marieke. Da könne sie anderen nur Mut machen: wenn man Gefahr laufen sollte, sich selbst zu verlieren und zu vergessen, was man kann, sollte man Mut haben und: Dann klappt schon alles!

Luise pendelt zwischen Potsdam und Prenzlauer Berg und verbringt somit viel Zeit im öffentlichen Nachverkehr. Sie gewöhnt sich aber immer mehr an den stringenten Tagesablauf. Für Kirsten ist das Großprojekt neben dem Job eindeutig ihr kleiner Sohn und wie man es schafft, Job und Kind am besten unter einen Hut zu bekommen. Sie würde gerne wieder mehr Reisen und schauen, wie man das mit Kind hinbekommt. „Sechs Wochen Afrika im Zelt damals – das war schon was!“

Dass Gemeinschaft bei Moccu groß geschrieben wird, beweist die Tatsache, dass jede Woche mit einem großen gemeinsamen Frühstück beginnt, bei dem die wichtigsten Dinge angekündigt und miteinander ausgetauscht werden. Dimitri ist froh, denn bisher gab es dabei zum Glück noch keinen rohen Fisch.