Content Management Systeme vs. Frameworks

Welche Technologien eine Agentur verwendet, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf ihre Ausrichtung. Wo ein großes Content Management System bevorzugt eingesetzt wird, sind auch vermehrt seitenstarke Websites im Portfolio zu finden; bei Agenturen mit Präferenz für schlanke Frameworks entstehen eher Websites mit hohem Funktionsumfang. Die Auswahl der Technologien sollte deshalb mit Bedacht erfolgen.

Natürlich spielen dabei auch Trends eine Rolle. Als Agenturen begannen, sich auf das Internet zu stürzen, wurden – aus Mangel an fertigen Systemen – vor allem selbstgestrickte Lösungen eingesetzt. Anfang des neuen Jahrtausends kamen dann Content Management Systeme wie Sitecore, Drupal und Typo3 in Mode. Im Zuge von Web 2.0 erfreuten sich schließlich Web-Frameworks – darunter Rails, Django und Node.js – steigender Beliebtheit.

Die Zeiten, in denen jeder sein eigenes System entwarf, sind glücklicherweise vorbei. Unsere Erfahrung bei Moccu: Wenige Systeme, die von vielen genutzt werden, sind wesentlich effizienter und haben in der Regel eine deutlich höhere Qualität. Deshalb setzt die überwiegende Mehrheit der Agenturen heutzutage auf CMS oder Web-Frameworks.

 

CMS oder Web-Frameworks? Manchmal ist weniger mehr.

Der Unterschied zwischen diesen beiden liegt vor allem in der Vorgehensweise. Content Management Systeme bringen eine Vielzahl an Features mit und werden entsprechend den Anforderungen des Projekts zurechtgestutzt, konfiguriert und stellenweise erweitert. Web-Frameworks hingegen sind eher als Baukasten zu verstehen; eine Auswahl an Komponenten, die zusammengefügt das fertige Projekt ergeben.

Wir bei Moccu setzen seit 2010 in erster Linie auf das in Python geschriebene Web-Framework Django. Bei der Entscheidung spielte die Programmiersprache eine wesentliche Rolle. Python ist dank Unterstützung verschiedener Programmierparadigmen sehr flexibel und macht es besonders einfach, sauberen und gut strukturierten Code zu schreiben. In Verbindung mit automatisierten Tests ist das – gerade in hektischen Projektphasen – Gold wert.

 

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Was Django ist. – Was Django kann.

Django selbst ist freie Software: frei von Kosten, weil keine Lizenzkosten anfallen. Vor allem aber frei im Sinne von “Freiheit”, denn Django ist ein Community-Projekt, an dem keine kommerzielle Institution irgendwelche Rechte hat. Dadurch ist das Projekt nicht von den Interessen oder dem Schicksal eines einzelnen Unternehmens abhängig. Man sollte jedoch nicht meinen, Django werde nur als Hobby einiger weniger Enthusiasten entwickelt. Bislang haben über 650 Personen zum Code beigetragen und rund 40 Core-Developer sorgen für ausgezeichnete Qualität, Verlässlichkeit und Sicherheit. Nicht selten räumen Unternehmen ihren Entwicklern Zeit für die Weiterentwicklung von Django ein, darunter Größen wie Mozilla, Amazon und Heroku.

Die Django-Community ist zudem sehr aktiv und sorgt für eine riesige Auswahl an Erweiterungen für alle nur denkbaren Zwecke. Das spart nicht nur Entwicklungszeit, sondern trägt auch zur hohen Qualität bei. Anstatt alles immer wieder neu zu programmieren, kann Zeit in Weiterentwicklung und Fehlerbehebung gesteckt werden. Übrigens leistet Moccu mit Anylink und Omnibus auch einen kleinen Beitrag und nicht wenige unserer Entwickler basteln in ihrer Freizeit an weiteren Projekten oder engagieren sich in Usergroups, Workshops und Vorträgen rund um Django.

Mittlerweile setzen auch renommierte Marken wie Mercedes-Benz und Großunternehmen wie Vodafone, Discovery Channel, Orange oder National Geographic auf Django. Kein Wunder, bei dem Angebot an Funktionalitäten, die Nutzer von einem modernen Web-Framework erwarten dürfen.

 

Warum Moccu Django liebt.

Da bei Django viel Wert auf wiederverwendbaren Code gelegt wird, lassen sich Projekte schnell und effizient umsetzen. Beispielsweise muss ein Formularprozess nicht jedes mal neu programmiert werden. Stattdessen greift man auf vorgefertigte Funktionen zurück und passt nur die wenigen Stellen an, die bei der jeweiligen Aufgabe individuell sind. Durch die modulare Struktur sind Projekte zudem gut erweiterbar und können einfach ausgebaut werden.

Nicht unterschätzen sollte man, dass die Arbeit mit Django einfach Spaß macht. Das trägt nicht unwesentlich zur Motivation der Entwickler bei, was wiederum der beste Weg ist, gute Mitarbeiter zu finden und zu halten.

 

Haben Sie noch Fragen zu diesem Artikel? Dann schreiben Sie unserem Autor Andreas Hug, Technical Lead bei Moccu: andreas.hug@moccu.com

 

Links:

djangoproject.com
github.com/moccu/django-omnibus
github.com/moccu/django-anylink

 

Projektbeispiele von Moccu auf Django-Basis:

privee.loreal-paris.de
entdecke.garnier.de
berlin-mauer.de