SEO KPIs: Mit diesen Kennzahlen kannst du deinen SEO-Erfolg wirklich messen

Vergiss überholte Vanity-Metriken wie Absprungrate, Verweildauer oder CTR. Unsere 8 SEO KPIs bringen deinem Unternehmen echten Nutzen.

Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2025 11 min Lesezeit
Von: Heiko Behrmann Content Strategist Marcel Schröder SEO Lead

Inhalt

  1. Organic Traffic Growth
  2. Non-Branded Traffic Growth
  3. Organic Conversions
  4. Top-Rankings
  5. Content Ad Value
  6. Share of Voice
  7. Share of Search
  8. Backlink Growth

In aller Kürze: SEO KPIs

  • Nutze SEO KPIs zur Bewertung und Optimierung deiner SEO-Maßnahmen
  • Vermeide Vanity-Metriken
  • Fokussiere dich auf aussagekräftige SEO KPIs, um SEO-Erfolg zu messen
  • SEO KPIs sollten auf Unternehmensziele einzahlen
  • Organische Conversions vielleicht wichtigste SEO-Kennzahl

Strategisch zum Erfolg: SEO KPIs sinnvoll definieren

KPI ist die Abkürzung für Key Performance Indicator (wörtl. etwa “zentraler Leistungsindikator”). Wie der Name verrät, handelt es sich dabei um eine entscheidende Kennzahl, um die Leistung und Effektivität bestimmter Aktivitäten oder Strategien zu bewerten.

Durch die präzise Festlegung von SEO KPIs erhältst du nicht nur Einblick in den Erfolg deiner SEO-Maßnahmen – diese SEO-Kennzahlen dienen auch zur gezielten Ausrichtung von Optimierungsmaßnahmen. Wenn du nach einem definierten Zeitraum in der Analyse feststellst, dass du die gesetzten Ziele nicht erreicht hast, erlaubt die Auswertung der Daten eine zielgerichtete Optimierung der Inhalte, um besser auf die SEO KPIs einzuzahlen.

SEO-Marketing darf jedoch nicht als isolierte Maßnahme betrachtet werden, die nur dem Selbstzweck dient, sondern ist ein integraler Bestandteil aller Marketingaktivitäten eines Unternehmens. Die Auswahl der SEO KPIs sollte daher nicht nur schön im Reporting aussehen, sondern immer einen klaren Zweck verfolgen.

Leite deine SEO KPIs von den Marketingzielen ab, die wiederum auf den übergeordneten Unternehmenszielen basieren sollten.

Moccu: Deine Agentur für Digital Analytics & Performance-Tracking

Wir unterstützen dich dabei, das Nutzerverhalten zu verstehen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und deine Marketingstrategien kontinuierlich zu optimieren – mit Tools wie Google Analytics, Piwik PRO, Hotjar und weiteren Lösungen.

Zu unseren Services als Tracking-Agentur

Vermeide Vanity-Metriken

Noch immer empfehlen zahlreiche Blogbeiträge SEO KPIs wie beispielsweise die Absprungrate (Bounce Rate) oder die Verweildauer (Dwell Time). Die Absprungrate zeigt an, wie viele User Ihren Inhalt ohne Interaktion (z.B. der Besuch einer weiteren Seite) wieder verlassen, während man unter Verweildauer die Zeit versteht, die ein Nutzer durchschnittlich auf einer Seite verbringt, bevor er sie verlässt oder weiter klickt.

Solche Metriken mögen im ersten Moment interessant erscheinen – aber bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass sie zu falschen Entscheidungen verleiten können. Zum Beispiel stellt sich die Frage, ob eine längere Verweildauer auf einer Seite tatsächlich einen Mehrwert darstellt oder ob es nicht vielmehr darum geht, Usern möglichst schnell und effizient das zu bieten, wonach sie suchen?

Natürlich kann man es Usern auch schwer machen und so die Verweildauer künstlich erhöhen, um eine solche SEO KPI zu erreichen – das führt am Ende jedoch nur zu Frustration und steht damit im Widerspruch zu den eigentlichen Unternehmensinteressen.

Das Gleiche gilt auch für die Absprungrate: Sie ist kein positives Ziel – zumal ein Absprung auch bedeuten kann, dass der User die gesuchte Information eben schnell gefunden hat. Außerdem hängt sie stark vom Tracking-Setup ab und lässt sich so beeinflussen. Wenn man z. B. ein Scroll-Event schon nach 10% feuern lässt, sinkt auch die Absprungrate, ohne dass der Wert dann wirklich viel Aussagekraft besitzt.

Wir sprechen in solchen Fällen daher auch von sog. “Vanity-Metriken” (vanity = Eitelkeit), weil sie lediglich oberflächlichen Glanz versprechen und den Blick auf die wirkliche Performance Ihrer Inhalte verbergen. Statt dich von solchen Zahlen täuschen zu lassen, solltest du den Fokus vielmehr auf aussagekräftige SEO KPIs legen, die den tatsächlichen Erfolg und das User Engagement widerspiegeln – also “actionable KPIs”, aus denen klare Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können, die der Optimierung deiner Website dienen.

Nur so kannst du deine SEO-Performance fundiert analysieren und die richtigen strategischen Entscheidungen treffen.

Du suchst Unterstützung bei der Auswahl passender SEO-KPIs für dein Unternehmen? Nimm gerne mit uns Kontakt auf.

Wichtige SEO-Kennzahlen: KPIs, die wirklich zählen

Im Folgenden teilen wir mit dir SEO KPIs, die wir in unserer täglichen Projektarbeit einsetzen, um den SEO-Erfolg zum Beispiel für Kunden wie STIHL, Hama und Angelini präzise zu analysieren – actionable KPIs, die echte Einblicke in die Performance Ihres SEO-Marketings gewähren. Nutze diese Kennzahlen als Inspiration, doch die spezifische Auswahl der KPIs sollte immer von Ihren Unternehmenszielen abhängen.

Auf technische Kennzahlen wie die Core Web Vitals haben wir bewusst verzichtet. Ladezeiten & Co sind wichtig für Ranking und Usererfahrung, aber für uns eher eine Anforderung und weniger eine SEO KPI.

Darüber hinaus sollten deine SEO-Bemühungen stets eng mit gezielten UX-Maßnahmen abgestimmt sein. Definiere im Online-Marketing daher auch Usability-Kennzahlen – erfahre mehr dazu in unserem Insights-Artikel UX messbar machen.

Organic Traffic Growth

SEO-Maßnahmen zielen in erster Linie darauf ab, gute Platzierungen in den Suchmaschinen-Ergebnissen zu erzielen und so Besucher auf die eigene Seite zu leiten. Es ist daher naheliegend, dass der organische Traffic – also Klicks auf unbezahlte Suchergebnisse – eine zentrale SEO-Metrik ist.

Wichtiger als sich nur die Klickzahl anzuschauen, ist jedoch die Auswertung des Traffic Growth auf Basis eines festgelegten Wachstumsziels: Um wieviel Prozent soll der Traffic im Beobachtungszeitraum wachsen? Du möchtest zudem qualifizierten Traffic generieren – also Nutzer mit hoher Conversion-Wahrscheinlichkeit auf deine Seite bringen. Wähle daher Inhalte aus, die nah an deiner Zielgruppe und deinem Angebot sind.

Es kann zudem je nach Unternehmens- und Marketingziel sinnvoll sein, den Traffic Growth nicht für deine gesamte Website als SEO KPI festzulegen, sondern für bestimmte Bereiche – etwa wenn dein Unternehmen das Ziel hat, im nächsten Geschäftsjahr ein bestimmtes Produktsegment zu pushen oder eine strategische Neuausrichtung geplant ist.

Wichtig: Allein betrachtet sind auch hohe Klickzahlen nur eine Vanity-Metrik. Du hast nichts gewonnen, wenn du mit dem generierten Traffic auf deiner Seite gar nichts anfängst. Stelle also sicher, dass du entsprechende Conversion-Pfade (z. B. Links zum Online-Shop, Newsletter-Anmeldung oder Registrierungsformular) integrierst, um den gewonnenen Traffic in greifbare Ergebnisse umzuwandeln und so zu einer actionable KPI zu machen.

Wunschszenario: Mit Conversion-Rate-Optimierung sollten mit dem Traffic auch die Conversions steigen

Non-Branded Traffic Growth

Schaue dir als SEO KPI nicht nur den ganzen Traffic deiner Website an, sondern auch die Wachstumsrate jener Klicks, die über non-branded Suchanfragen hereinkommen. Unter Non-Branded Traffic versteht man den organischen Traffic, der nicht durch Ihren Markennamen oder bestimmte Unternehmensprodukte generiert wird.

Ein steigender Non-Branded Traffic zeigt also an, dass deine Contents in der Lage sind, nicht nur bestehende Kunden anzuziehen, sondern Awareness für deine Marke über generische Suchanfragen zu schaffen und somit potenzielle Neukunden zu akquirieren. Ein kontinuierliches Wachstum im Non-Branded Traffic ist somit ein guter Indikator für den nachhaltigen Erfolg deiner SEO-Strategie.

Als SEO KPI solltest du Non-Branded Traffic z. B. dann mit einbeziehen, wenn deine Strategie auch die Produktion von informativem Ratgeber-Content beinhaltet, der über reine Produktinhalte hinausgeht. Mit Hinblick auf die Umsatzgenerierung ist darüber hinaus erstrebenswert, wenn du mit deinem Online-Shop für transaktionale Non-Branded-Keywords rankst, d.h. wenn ein Gartengeräte-Hersteller etwa für das generische Keyword “Rasenmäher” eine Top-Platzierung erreicht.

Stehst du mit deiner eigenen Marke aktuell noch nicht auf Platz 1 oder liegt deine strategische Priorität zunächst auf der Steigerung der Markenbekanntheit, kannst du alternativ auch den Branded Traffic als SEO KPI festlegen – wobei du im letztgenannten Fall vor allem auf Kampagnen setzen solltest. Aus SEO-Sicht ist in der Regel der Non-Branded-Traffic der interessante Wachstumsmotor.

Organic Conversions

Während der generierte Traffic zwar eine zentrale SEO-Metrik ist, stellen organische Conversions den vielleicht wichtigsten SEO KPI dar. Denn ein SEO-Erfolg wird erst dann greifbar, wenn die organische Reichweite auch in messbare Conversions umgewandelt wird. Eine hohe Anzahl von Besuchern ist wenig wert, wenn sie nicht zu den gewünschten Handlungen auf Ihrer Website führen.

Um Organic Conversions als aussagekräftige SEO KPI verwenden zu können, musst du deine Conversion-Ziele vorher definieren. Abhängig von Ihren Unternehmenszielen können das verschiedene Aktionen sein – von Produktkäufen bis zu Anmeldungen oder Downloads. Die präzise Definition von Conversion-Zielen ermöglicht somit eine Auswertung und Anpassung Ihrer SEO-Strategie mit Hinblick auf jene Aspekte, die wirklich zum gewünschten Erfolg Ihres Unternehmens beitragen.

Setze jedoch nur auf SEO KPIs, die du wirklich beeinflussen kannst. Wenn du beispielsweise durch deine Contents dafür sorgst, dass User in den Online-Shop gelangen, aber du oder dein Team aus organisatorischen Gründen nicht an der Optimierung des Checkout-Prozesses beteiligt seid, verliert der Produktkauf als aussagekräftiger SEO KPI an Bedeutung.

Wenn der Kaufprozess nicht benutzerfreundlich ist, dann können selbst herausragende SEO-Bemühungen ihre Wirksamkeit verlieren. In solchen Fällen kann es eventuell sinnvoller sein, als SEO KPI lediglich den Klick in den Online-Shop zu messen. Der eigentliche Abverkauf kann dann als eigener KPI für das Team gelten, das den Shop verwaltet.

Dashboard zeigt Top-8 SEO-KPIs – von Organic Traffic Growth bis Share of Search

Top-Rankings

Eine gute Platzierung in den Suchergebnissen bedeutet mehr Klicks – das dürfte jedem einleuchten. Laut Advanced Web Ranking klicken geräteübergreifend durchschnittlich 30% der Nutzer bei Google auf das erste Suchergebnis, immerhin noch 15% auf das zweite und knapp 9 % auf Platz 3.

Gemessen an diesen Werten ist es also nur logisch, wenn du auch Top-Rankings als SEO KPIs definierst. Setze dir jedoch realistische Ziele. Es ist nicht wahrscheinlich, dass du mit jedem Keyword in den Top 3 landen wirst, besonders wenn du auch einige sekundäre Keywords mit anvisierst.

Denke darüber nach, ob du als SEO KPI ausschließlich Top-Rankings für besonders relevante Bereiche festlegen solltest. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Werkzeug im Allgemeinen verkauft, aber besonders für die Herstellung hochwertiger Hämmer bekannt ist, wäre ein geeigneter SEO KPI, sämtliche hammerbezogenen Inhalte in den Top 3 zu platzieren.

Das Ziel wäre also, sich zunächst einmal für das Hauptprodukt ganz vorne zu positionieren – und für das übrige Sortiment durch weitere Inhalte Awareness zu schaffen, ohne sich gleich an Top-Rankings messen lassen zu müssen, die zu diesem Zeitpunkt nicht realistisch sind.

Content Ad Value

SEO-Marketing ist ein “long term game”, das anders als klassische Marketing-Kampagnen ja gerade nicht auf kurzfristige Umsatzgenerierung abzielt, sondern einen langfristigen, strategischen Mehrwert bietet. Trotzdem ist es notwendig, einen Return on Investment für SEO-Content-Marketing zu ermitteln – spätestens wenn es um die Budget-Rechtfertigung gegenüber dem Top-Level-Management geht.

Hierbei eignet sich der Content Ad Value als SEO KPI. Dieser Wert zeigt an, wieviel es kosten würde, den durch SEO generierten Traffic über Google Ads einzukaufen. Denn Reichweite hat einen Wert und Unternehmen investieren viel Geld in Werbeanzeigen und Kampagnen.

Der Content Ad Value ist also nicht nur eine effektive Metrik, um Ihren SEO-Erfolg zu messen, sondern ermöglicht auch einen Vergleich Ihrer SEO-Maßnahmen mit anderen Marketingaktivitäten. Dadurch kannst du ggf. ein überzeugendes Argument pro SEO vorbringen, wenn im nächsten Meeting über die Verteilung des Mediabudgets diskutiert wird.

Zur Berechnung des Content Ad Value multipliziere einfach den durchschnittlichen Cost-per-Click (CpC) all deiner Keywords mit den generierten Google-Klicks.

Mehr zum Content Ad Value und wie du ihn zur Ermittlung deines Return on Invest einsetzt, liest du in unserem Insights-Artikel Content Marketing ROI mit Ad Value berechnen.

Formel zu Berechnung des Content Ad Value

Share of Voice

Im Marketing bezeichnet der Share of Voice (SOV) zunächst allgemein den prozentualen Anteil der Werbeaktivitäten einer Marke im Vergleich zu ihren Wettbewerbern. Er gibt Aufschluss darüber, wie stark eine Marke in der Wahrnehmung der Zielgruppe präsent ist.

Im Online-Marketing bezeichnet der Share of Voice daher vor allem die allgemeine Online-Sichtbarkeit. Im Social-Media-Marketing misst der SOV beispielsweise den Anteil der Erwähnungen einer Marke in sozialen Netzwerken, im SEO bezieht er sich hingegen auf den prozentualen Anteil des organischen Traffics im Vergleich zur Gesamtheit der Suchergebnisse.

Der Share of Voice bietet sich insofern als SEO KPI an, weil er deine SEO-Bemühungen in Relation zu Ihren Wettbewerbern setzt. Mit einem Tracking-Tool wie Wincher kannst du alle Keywords tracken – und dann auf Basis der Rankings, des Suchvolumens und der durchschnittlichen Klickrate (CTR) ermitteln lassen, wie hoch der Anteil deiner Marke am (potenziellen) organischen Traffic im Vergleich zu den vorher definierten Wettbewerbern ist.

Wichtige Fragen und Antworten

Noch Fragen? Jetzt Gespräch vereinbaren.

Heiko Behrmann Content Strategist

Vielen Dank!

Wir melden uns so schnell wie möglich zurück.

Unser Expertenteam

Heiko Behrmann Content Strategist

Heiko Behrmann ist seit Dezember 2019 bei Moccu und unterstützt unsere Kunden mit SEO-Know-how und datenbasiertem Zielgruppenverständnis bei ihren Content-Strategien. Als promovierter Geisteswissenschaftler bringt er hierbei methodisches Arbeiten, analytisches Denken und Problemlösungskompetenz mit. Und in seiner Freizeit? Da entdeckt er mit dem Backpack die Welt.

LinkedIn

Alle Artikel von Heiko Behrmann
Marcel Schröder SEO Lead

Marcel Schröder ist Search & Data Hacker und begleitet uns seit über 10 Jahren als Freelancer für SEO, Analytics und Performance-Themen. Ob für Startups oder Global Player – sein Motto ist klar: „Study the data, then trust your gut“. Neben Zahlen schlägt sein Herz für Natur, gutes Essen und alles rund um Musik & Podcast.

LinkedIn

Alle Artikel von Marcel Schröder
Zurück zur Übersicht Back to Top